May
14
2014

Regisseur von „Searching for Sugar Man“ begeht Selbstmord

Der schwedische Dokumentarfilmer Malik Bendjelloul ist am Abend des 13. Mai 2014 tot aufgefunden worden. Er nahm sich das Leben, indem er vor einen Zug sprang. Erst 2013 hatte er mit „Searching for Sugar Man“ den Oscar gewonnen. Er wurde 36 Jahre alt.

Malik Bendjelloul kam 1977 im südschwedischen Ystad als Sohn eines algerischen Vaters und einer schwedischen Mutter zur Welt. Er studierte Journalismus, arbeitete als Reporter für den schwedischen Sender SVT und stieg schließlich aus seinem Job aus, um die Welt zu bereisen. Sein Weg führte ihn nach Kapstadt, wo er auf das Thema seines Films „Searching for Sugar Man“ stieß, der 2013 mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde.

Bendjelloul behandelt darin die Suche nach dem US-Folksänger Sixto Rodriguez, der in den 1970er Jahren großen Erfolg in Südafrika hatte, ohne dies zu wissen. Während ihn die Südafrikaner für längst verstorben hielten, lebte Rodriguez verarmt in Detroit. Erst nachdem ihn Fans dort als Baustellenarbeiter aufgespürt hatten, absolvierte er Auftritte in Südafrika und spielte fortan in vollen Hallen.

„Searching for Sugar Man“ gehört zu den bewegendsten Musikdokumentationen überhaupt. Den beeindruckenden Soundtrack finden Sie unter folgenden Links: